Carla Crameri

Visuelle Gestalterin

Wieviel hat das was du aktuell tust mit deinem Studium zu tun?

Als selbstständig erwerbende visuelle Gestalterin setze ich vorwiegend Projekte und Arbeiten mit dem Ziel der Anwendung um. So unterscheidet sich meine aktuelle Tätigkeit vermutlich dadurch vom Studium, dass ich weniger Aufmerksamkeit und Zeit der Forschung widme als noch während dem Master-Studium. Der Fokus meiner Arbeit liegt oft auf der Typografie, wobei für mich die Sprache, die Art und Weise oder die Funktion von Text und Schrift zentral sind. Diesem Schwerpunkt konnte ich im Master Design – Visual Communication nachgehen. In meiner Diplomarbeit «Etwas Dünnex, Durchsichtigex umgibt dich» (2019) setzte ich mich inhaltlich und formal kritisch mit Gender und Sprache auseinander. Eine aktuelle Thematik mit hoher sozialer Relevanz, in der die Meinungen aber sehr divers oder gar umstritten sind.

-Was schreibst du, wenn du beim Arzt oder im Flugzeug ein Formular ausfüllen musst, unter „Beruf“?

Meist – oder am liebsten – visuelle Gestalterin, manchmal ganz einfach Grafikerin.

Wie wichtig ist Publikum für deine Arbeit?

Ich finde spannend, wie viel sich über die gestalterische Arbeit transportieren lässt, dass über die Auswahl, Abfolge und Setzung von Bild und Text Geschichten erzählt und Emotionen ausgelöst werden, sei dies über ein besonderes Ordnungsprinzip, im Zitat oder über das Verhältnis von Text und Bild. Ich mache visuelle Kommunikation. Kommunikation findet unter anderem zwischen Menschen statt. Ohne Publikum, keine Kommunikation. Die Herausforderung ist somit, ob und wie ich es schaffe, das (richtige) Publikum anzusprechen.