Data-Orbit

Studio für Visuelle Kommunikation

Wieviel hat das was ihr aktuell tut mit eurem Studium zu tun?

In unserem Studium wurde ein sehr breiter Begriff von visueller Kommunikation vermittelt, welcher weit über die Formgebung hinausgeht. Die studentischen Projekte förderten eine experimentelle Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und politischen Themen. Diese Sichtweise versuchen wir in unsere berufliche Praxis zu übernehmen. Bei unseren Projekten sind wir bestrebt den thematischen Kontext aktiv in den Gestaltungsprozess einzubeziehen.

In welcher Form arbeitet ihr mit anderen zusammen?

Beim Entwickeln von Projekten ist uns eine kollaborative Praxis sehr wichtig. Wir verstehen unser Studio als Toolset, in dem wir als Team und mit unserem Netzwerk verschiedene gestalterische Kompetenzen wie Fotografie, Animation, Szenografie oder Typedesign vereinen. Nach gemeinsamer Konzeptionsphase wechseln wir oft in einen resultatoffenen Design und Redesign Prozess, bei dem eine symbiotische Verflechtung aus Ideen von uns, den Kund:innen und externen Inputs entstehen soll. Wir haben das Glück, uns in einem sehr inspirierenden Umfeld zu bewegen, das auf gegenseitiger Wertschätzung und Unterstützung aufbaut. Bei einem kollaborativen Projekt führen die unterschiedlichen Denkweisen und Stile jeweils zu einem neuartigen Gesamten, das im internen Umfeld nicht möglich gewesen wäre.

Was beschäftigt euch momentan am meisten?

Im letzten Jahr haben wir uns – ausgehend von unserer Bachelor-Arbeit – mit der Digitalisierung kultureller Publikationen auseinandergesetzt. Die Tendenzen einer Verlagerung von Buchinhalten ins Digitale zeichnen sich bereits ab. Uns ist es wichtig, die Entwicklung neuer Medien nicht ausschliesslich gewinnorientierten Unternehmen zu überlassen. Als Gestalter:innen wollen wir mitdenken und mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln Inputs und Lösungsansätze zu liefern. Nebst Fragen zu haptischen Indikatoren, alinearer Narrationsstränge oder den gestalterischen Möglichkeiten von Büchern im Code haben wir uns mit der Inklusivität kultureller Inhalte beschäftigt. Wie kann mittels Interaktion spielerisch und leicht verständlich auf neue Themen aufmerksam gemacht werden? Können Bücher von den Adressaten selbst verfasst oder erweitert werden? Kann eine Kulturpublikation sowohl Liebhaberobjekt als auch breit gefächertes Vermittlungsformat sein?