IKAN HYU

Band

Wie erklärt ihr einem Kind, aus was eure Arbeit besteht?

IKAN HYU ist unsere Firma und wir zwei die Chefinnen. Das Herz von IKAN HYU ist die selber geschriebene Musik, die unsere Gedanken und Emotionen festhält. Wir spielen Konzerte und nehmen unsere Musik auf. Man kann sie dann zum Beispiel auf CD oder im Internet hören. Um als Band auftreten zu können, braucht es neben der Musik noch Bühnenbild und -technik, Kostüme, Merchandise, Videoclips und vieles mehr! Bei IKAN HYU machen wir fast alles selber.

Wieviel hat das was ihr aktuell tut mit eurem Studium zu tun?

Ohne das Studium hätten wir uns nie kennengelernt und IKAN HYU nie gegründet. In technischer und musikalischer Hinsicht hat uns die Ausbildung viel mitgegeben und die Einflüsse der Mitstudent*innen (die teilweise ein fester Bestandteil des IKAN-Teams sind) prägen unsere Arbeit noch immer massgebend.

Was beschäftigt euch momentan am meisten?

Aktuell sind wir an der Produktion unseres zweiten Tonträgers. Wir durchlaufen ähnliche Prozesse wie bei der ersten Produktion, haben uns aber weiterentwickelt. Wie kann die Musik unsere Persönlichkeiten noch stärker widerspiegeln? Wie bleibt der gleiche Prozess aufregend und interessant?

Fühlt ihr euch zu einer bestimmten Szene zugehörig?

Nein, nicht wirklich. Wir haben mit verschiedenen Szenen zu tun, fühlen uns aber nicht nur zu einer bestimmten Szene zugehörig. Unter anderem da sich unser Musikstil (elastic plastic space future gangster power pop) schlecht kategorisieren lässt.

Wer oder was inspiriert euch?

Am meisten inspirieren wir uns gegenseitig. Zusammen können wir Dinge umsetzen, die schwer zu erklären sind. Verrückte Ideen sammeln wir immer und überall.

Welche Räume braucht ihr, welche braucht eure (Praxis)?

Bühnen und Konzertlocations, ein Proberaum, das Tonstudio von Öhli, ein Schlafzimmer mit Ministudio.

In welcher Form arbeitet ihr mit anderen zusammen?

Natürlich funktioniert unsere Band nicht ohne Hilfe und Mitarbeit von aussen. Ein grosser Teil der Business-Seite übernehmen unsere beiden Booker und unsere Managerin. Live sind wir mit Essi und Öhli, unseren Ton- und Lichttechnikern, unterwegs. Im Studio arbeiten wir mit Öhli, der uns aufnimmt und mitproduziert. Für Videoclips brauchen wir mindestens eine Kameraperson und Anisas Schwester näht die zusammen designten Bühnenoutfits. Mit anderen Musiker*innen tauschen wir uns aus und areiten zum Beispiel in Form von Collabs zusammen.

Wie funktioniert euer (berufliches) Netzwerk, welche Rolle spielt es im Alltag?

Ein gutes Netzwerk spielt in der Musikszene eine grosse Rolle. Da die Schweiz recht klein und übersichtlich ist und wir hier schon viele Konzerte spielen durften, konnten wir unser Netzwerk gut ausbauen. Auch unser Alltag ist durch jene Leute sehr geprägt. Aus der Zusammenarbeit entstanden Freundschaften und umgekehrt.

Wo wärt ihr gern dabei oder vertreten?

Beim ersten Weltraumkonzert in einem fliegenden Aquarium mit Haifischen.

Wie würdet ihr für euch Erfolg definieren?

Erfolg ist wie das Surfen einer Glitzerwelle auf dem Rücken eines Haifisches.

Etwas das ihr aktuell vermisst? Etwas das ihr immer vermisst?

Diesen Sommer hätten wir einige Festivals im Ausland gespielt, die leider alle abgesagt wurden. Das Touren mit unserer Crew und viel live zu spielen vermissen wir aktuell sehr. Zudem wollten wir das zweite Mal nach Indonesien, Anisas zweite Heimat, um Konzerte zu spielen. Das fällt wohl auch ins Wasser.

Etwas das euch umhaut?

Ehrlichkeit in einem unerwarteten Moment.

Was wärt ihr sonst geworden, wenn nicht …?

Rick and Morty

Welche Frage wird nie gestellt, sollte aber?

Könntet ihr euch vorstellen im Sharknado-Cast dabei zu sein?