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Marc Méan

Musiker

Wie erklärst du einem Kind, aus was deine Arbeit besteht?

Ich mache Musik die mich berührt und mich interessiert. Am meisten arbeite ich mit meinem Klavier und vielen elektronischen Maschinen die "blip blop krzzzz" machen. Und hoffentlich gefällt diese Musik dann einigen Leuten.

Wieviel hat das was du aktuell tust mit deinem Studium zu tun?

An der ZHdK habe ich Musikpädagogik / Jazz studiert. Zur Zeit unterrichte ich nicht, ich bin sehr aktiv in der Schweizer Jazz Szene als Leader oder Sideman unterwegs.

Was beschäftigt dich momentan am meisten?

Ich fokussiere mich mehr und mehr auf mein Solo Projekt, wo ich ambient elektronische Musik produziere. Gerade jetzt arbeite ich an meinem zweiten Solo Album das im Januar 2021 erscheinen wird.

Fühlst du dich zu einer bestimmten Szene zugehörig?

Seit Jahren bin ich sehr aktiv in der Internationalen und der Schweizer Musikszene unterwegs, mit vielseitigen und stilistisch unterschiedlichen Bands. Von Mainstream Jazz mit Mats Up, über Free Jazz als Duo mit Tobias Meier, bis hin zu meinem ambient electronica Solo Projekt, electro pop mit True oder sogar psychedelic rock mit Service Fun - mit bereits, seit 2016 über siebzig Konzerten in der Schweiz, Frankreich und Belgien.

Wer oder was inspiriert dich?

Inspiration ist für mich wie ein Muskel. Man muss sie trainieren dass sie kommt. Es ist mir wichtig, dass ich regelmässig komponiere, so dass die Inspiration kommen kann.

Welche Räume brauchst du, welche braucht deine (Praxis)?

Als Musiker und Produzent brauche ein Raum wo ich üben, proben, produzieren und komponieren kann.

In welcher Form arbeitest du mit anderen zusammen?

Ich habe ein Paar Bands wo ich co-leader bin. Das heisst, wir komponieren zusammen und wir treffen gemeinsam Entscheidungen über die Zukunft unserer Band. Das ist ein sehr demokratischer Prozess. Das kann langsamer und anstrengender sein, wie wenn ich allein bin aber das ist eine sehr lohnende Erfahrung.

Wie funktioniert dein (berufliches) Netzwerk, welche Rolle spielt es im Alltag?

Mein Netzwerk besteht hauptsächlich aus Musikern und Klub Booker der Schweizer Musikszene. Als Musiker ist mein Netzwerk sehr wichtig, es hilft mir neue Konzerte zu finden oder in neuen Bands zu spielen.

Wo wärst du gern dabei oder vertreten?

Ich würde gerne mehr auf politischer Ebene für unsere Rechte als Künstler kämpfen. Zur Zeit sind wir als Künstler in verschiedenen Medien zu gespalten. Deshalb haben wir kein politisches Gewicht. Es ist Zeit für eine richtige künstlerische und kulturelle Lobby!

Wie würdest du für dich Erfolg definieren?

Mit den Jahren hat Erfolg mehr und mehr mit mir selbst als mit anderen Leuten zu tun. Ich fühle mich erfolgreich, wenn ich meine eigenen Konzepte und Ideen in die Welt bringen kann, egal wie gross der Geschäftserfolg ist.

Etwas das du aktuell vermisst? Etwas das du immer vermisst?

Während diesen komischen Corona-Zeiten, vermisse ich ein normales Kulturleben wo man Theater, Konzerte oder Festivals besuchen kann.

Etwas das mich umhaut!

Leute die sagen, dass es früher besser war.

Was wärst du sonst geworden, wenn nicht …?

Astronaut, Seeräuber oder Zauberer.

Welche Frage wird nie gestellt, sollte aber?

Mit diesen vielen Kunsthochschulen in der Schweiz gibt es ein Risiko, dass es in der Zukunft zu viele Künstler gibt? Wieviele Künstler sind denn zu viele Künstler?