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Dorothea Rust
Künstlerin, Kulturtheoretikerin MAS, Tänzerin
Profilbild
Ausbildung
Bildende Kunst, 2003
Gender Studies, 2006
MAS Cultural & Gender Studies, 2006
Tätigkeitsfelder
Lehre
(Gast-) Dozentin an Hochschulen . Coach für performative Praktiken, Bewegungs- und Körperarbeit (KörperTraining + Meridian Stretches, AlexanderTechnik SBAT).
Performance
Performative Praktiken und Interventionen in unterschiedlichen Räumen und Kontexten.
Kulturvermittlung
Netzwerken, künstlerisch-kuratorische Tätigkeit (DER LÄNGSTE TAG, SYMPODIUM What’s Wrong with Performance Art?, PANCH Performance Art Netzwerk Schweiz, LUPE Zürich). Schreibtätigkeiten: Texte und Subtexte zu performativer Praktik, von Performance bis Allt
Beschreibung

Geprägt haben mich unter anderem, meine Kinder- und Jugendjahre in einer Kleinstadt in der Schweiz, Lehrjahre und die Zusammenarbeit mit Choreografinnen und Musikerinnen in New York von 1983—1990, das Studium der bildende Kunst und in Cultural/Genderstudies an der ZHdK von 1999—2006, auch das Unterwegssein seit 30 Jahren in performativen Angelegenheiten mit Performances, Ausstellungen, Interventionen und Kollaborationen in öffentlichen Räumen, auf Musik- oder Kunstbühnen in Europa, Nord- und Südamerika und Asien, die Begegnungen mit Menschen und Orten durch die Situation der Performance und im Erleben und in der Auseinandersetzung mit performativen Praktiken in verschiedenen kulturellen Zusammenhängen. Das Unterrichten und Vermitteln von Tanz, Performance und somatischer Bewegungspraktik in unterschiedlichen Institutionen, an Tanz- und Kunstfestivals und in eigener Praxis seit den 90er Jahren überschneiden sich mit meiner Ausrichtung in der künstlerischen Praxis.
Motor meiner künstlerischen Arbeit sind mein Hintergrund in postmodernem Tanz, die Auseinandersetzung mit dem Körper in Bewegung, das Risiko und Spiel mit der Schwerkraft, der latente Verlust der Kontrolle und die Beziehung zu Raum und Kontext in seine verschiedenen Bedeutungsebene. Was wir Körper nennen, ist der (kleinste) gemeinsame Nenner, den Menschen mit anderen Lebewesen und Dingen teilen. Das Prekäre ist, dass er verletzlich ist, uns abhanden kommen kann und sich ständig transformiert, uns immer wieder erleben lässt, dass wir ihn evtl. gar nie besessen haben, er immer ein geteilter Körper ist, der sich mit Medien und anderen Lebewesen verbinden kann. Ich verstehe Körper verflochten in Raum und Kontexte, er kann nicht ohne sie gedacht werden.

Künstlerische Arbeit ist auch kulturelle Arbeit: Meine künstlerische Praxis greift heute in andere kulturelle Felder und ist translokal ausgerichtet. Ich bin im Austausch mit Künstler
innen in Indien, UK (Shetland, England) Kanada … und Mit-Initiantin von Plattformen und Netzwerken für performative Praktiken.

Meine Performances sind performative Interventionen in Räumen, deren Geschichte und Kontext die Arbeit einerseits affizieren aber auch eine Dringlichkeit provozieren, die erst in der performativen Situation erlebbar wird. Performance könnte auch als Wissensgenerierung funktionieren, deren Fakten, Texte, Materialien in der performativen Situation in der Begegnung mit Anderen (Zuschauerinnen, Besucherinnen, Zeuginnen, Mitakteurinnen und mehr) wieder zur Disposition gestellt und neu verhandelt werden. Der somatische Aspekt von Sprache in Verbindung mit Bewegung und Raum wird (auch sozial-kulturell und politisch ästhetisch) auf die Probe gestellt.

Das Schreiben zu und über Performance, das Performative und auch aus dem Alltag heraus nimmt in meiner Arbeit immer mehr Platz ein.

Mentorat

als Coach für Performance / performative Herangehensweisen, kann ich auf meine langjährige Erfahrung zählen im:
> Vermitteln von performativen Herangehensweisen an Hochschulen
> Organisieren von künstlerischen Anlässen mit Performance und diversen performativen Praktiken in der Schweiz und in Indien
> aktiven Austausch mit Kuratorinnen und anderen Spezialisteninnen im künstlerischen Feld
> Unterrichten von zeitgenössischer Tanzpraxis, als Alexander-Coach.
Ich höre gerne zu, was andere für Ideen/Anliegen haben. Sich zusammen auf den Weg machen von der Idee zur Umsetzung in Raum und Kontext interessiert mich.