Projekt

Wenn du mich nicht verstehst, verstehst du mich vielleicht besser als wenn du mich verstehen würdest. (Kollaboration mit Barbara Hauser)
Nicole Schmid, 2014

Projektart

Performance / Audiovisuelle Installation

Informationen

Seit 2012 führen Barbara Hauser / Nicole Schmid Tischgespräche in verschiedenen Formaten durch und erkunden Figuren von (Tisch-)
Gesprächen und Diskursivität in unterschiedlichen künstlerischen Formen. Ausgangpunkte und Inhalte der Diskussionen drehen um das Erinnern und das Vergessen, aber auch um Imagination, Fiktion und Realität, welche für uns in unserenArbeiten im engen Zusammenhang stehen mit Erinnerung und Vergessen. Dabei werden im spontanen Gesprächsverlauf unterschiedliche Denkräume aufgespannt. Wir interessieren uns für die gesellschaftlichen Grenzen von Erinnerung und Vergessen, für Normen und Definitionen. Wir fragen uns, wie sich das digitale Zeitalter auf Vergessen und Erinnern auswirkt. Seit unseren ersten drei Tischgesprächen mit je 6–8 verschiedenen Gästen aus unterschiedlichen Disziplinen wie der Neurologie, Geriatrie, Philosophie, Linguistik, Kunst, Kriminalistik, usw. im Kunstraum Nextex in St.Gallen sind nun zwei Jahre vergangen. Wir haben unsere Gäste angefragt, uns Texte zu schicken, welche ihre Erinnerungen an diesen Abend widerspiegeln. Aus diesen Texten, aus Transkriptionen der Gesprächsaufnahmen über verschiedene Facetten von Erinnern und Vergessen, haben wir einen neuen Text verfasst. Gleichzeitig haben wir viel Zeit mit an Demenz erkrankten Menschen verbracht, mit ihnen Gespräche geführt, ihren Erzählungen zugehört und oder mit ihnen Erinnerungen in sinnlich-materielle Weisen übersetzt. In der Performance «Wenn du mich nicht verstehst, verstehst du mich vielleicht besser als wenn du mich verstehen würdest» verdichten wir Quintessenzen unserer kollaborativen Arbeit.

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