Projekt

Tischgespräch 1: Über die Sinnlichkeit des Gegenwärtigen. (Kollaboration mit Barbara Hauser)
Nicole Schmid,

Projektart

Diskursives Format / Audiovisuelle Installation

Informationen

Teilnehmer/innen Tischgespräch 1: Barbara Hauser/Nicole Schmid, Roberto Nigro, Victor Saudan, Eduard Hartmann, Joël Luc Cachelin, Daniel Studer.

Beteiligte Tischgespräch 1: Markus Wüthrich, Pianist; Gabriela Falkner, Fotografie; Martina Weber, Video; Lars Dölle, Ton; Monika Regina Nef, Service; Vreni Giger, Speisen.

Vom 23.8. – 27.9. 2012 fand im Kunstraum NEXTEX in St. Gallen unsere erste gemeinsame Ausstellung «Imago. Über die Sinnlichkeit des Gegenwärtigen» statt. Ursprünglich war die Idee, zwei Positionen im Kunstraum zu zeigen. Das Kuratoren-Team des Projektraums NEXTEX hat uns jedoch auch die Möglichkeit gegeben, Gäste, Referenten oder Musiker einzuladen. Aus diesem Vorschlag heraus entwickelte sich in einer äusserst intensiven Prozessesarbeit das Konzept, dass die immanent-präsente und repräsentativ-absente Tischgespräche eigentlicher Inhalt dieser Ausstellung sein sollen. An drei Abenden luden wir je sechs Persönlichkeiten aus verschiedenen sozial-, geistes- und naturwissenschaftlichen Disziplinen – beispielsweise ein Kriminologie, Philosophie, Sprachwissenschaft oder Neurobiologie – zu einer thematischen Tafelrunde ein. Wir diskutierten gemeinsam mit diesen Gästen Aspekte und Begrifflichkeiten des Vergessens und Erinnerns, des Absenten und Präsenten, Realen und Fiktiven. Begriffe, mit denen wir uns in unserer jeweiligen eigenständigen, künstlerischen Arbeit über lange Zeit intensiv auseinandergesetzt haben. Die Gespräche fanden in gemütlicher Atmosphäre, bei gutem Essen und guten Wein statt. Ein Pianist untermalte die Tischgespräche fein-improvisiert. Wir wählten absichtlich eine Kontextverschiebung und kein klassisches Podiumgesprächsformat.

Wir wollten Denkräume aufspannen, die für uns, unsere Gäste sowie die Ausstellungsbesuchenden neue Perspektiven eröffnen. Der Kunstraum wurde zum Denkraum. Durch die verschiedenen Positionen der Gesprächsteilnehmenden konnten wir (Künstlerinnen sowie unsere Gäste und Ausstellungsbesuchende) neue Erkenntnisse gewinnen und die semantischen und konzeptionellen Definitionsqualitäten schärfen. Einerseits waren die Tischgespräche Teil unserer künstlerischen Arbeit, andererseits wurden die Gespräche medial aufgezeichnet, wobei Audiofragmente, Videoinstallation sowie die Esstische selbst zu Objekten unserer Installation wurden.

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