Projekt

Pädagogische Tätigkeit
Elena González Arias,

Projektart

Pädagogische Tätigkeit

Beteiligte

  • Elena González Arias, Oboen-Pädagogin

Informationen

Musikunterricht, mich mit jungen Menschen auseinanderzusetzen, mit ihnen arbeiten und ihnen die Oboe als Instrument und die Musik näher bringen, das ist mir Freude und Herausforderung.
Ich hatte das Vergnügen, mehrere Studierenden in Rahmen Ihres Pädagogik Masters in Form von Hospitationen und Praktika begleiten zu dürfen. Selbstverständlich freue ich mich darauf, auch in Zukunft meine Erfahrung weitergeben zu dürfen.

Aktuelle Pädagogische Tätigkeit
Musikschule Andelfingen und Umgebung
Musikschule Schaffhausen
Knabenmusikschule Schaffhausen
Kantonschule Schaffhausen

Lernen zu lernen, eine pädagogische Reflexion von Elena González
Bei allen Aktivitäten die wir in unserem Leben tun, hilft uns die Verwendung einer guten Methode dabei, in unserer Arbeit effizienter zu sein und schneller und einfacher zum Erfolg zu kommen.In jedem Bereich kann die Suche nach einer für die spezifische Situation und für die beteiligten Personen adäquate Methode für die Durchführung einer Tätigkeit schwieriger und komplizierter sein, als die Durchführung der Tätigkeit selbst.
Unsere Aufgabe als Lehrer ist es daher, jedem/jeder SchülerIn zu helfen, eine passende, effektive und motivierende Studienmethode zu finden.
Der individuelle Charakter des Oboestudiums, wie auch Studien aller vergleichbaren Disziplinen, hat eine grosse Relevanz. Den grössten Teil der Zeit, die ein Oboist mit seinem Instrument verbringt, ist er alleine – und dies seit seiner Kindheit.
So können wir also davon ausgehen, dass ein grosser Teil des Erfolges, den jeder erreichen kann, darin wurzelt, dass korrekte und wirksame Gewohnheiten angenommen wurden, die während der gesamten Studiendauer und Karriere in allen Tätigkeitsbereichen hilfreich sind.
Das Hauptziel des Unterrichts besteht darin sicherzustellen, dass Kinder, die mit der Oboe beginnen, tägliche, präzise, effektive, lustige und motivierende Lerngewohnheiten entwickeln. Schrittweise müssen verschiedene Lerntechniken übernommen werden, mit denen einerseits eine zunehmende Autonomie bei der Arbeit gefördert, andererseits bessere Leistungen zu entwickeln ermöglicht wird.
In diesem Sinne müssen wir die Schüler dabei fördern, die Fähigkeit der Selbstbewertung und Reflexion über das eigene Lernen zu entwickeln, die sowohl das Ergebnis des Studiums wie auch die Leistung im Verhältnis zur investierten Zeit berücksichtigt.
Diese angestrebte Eigenständigkeit und Unabhängigkeit im Lernprozess sollte dem Schüler ermöglichen, während seiner gesamten Laufbahn unabhängig vom Lehrer und sogar unabhängig vom Lernstoff schnelle und grosse Fortschritte zu machen.
Das Ziel, dem Schüler das Lernen beizubringen, kann uns als Lehrer vor grosse Herausforderungen stellen. Von der damit eng verknüpften Personalisierung und Individualisierung des Unterrichts sollten wir profitieren. Wir müssen die Vielfalt aller unserer Schüler berücksichtigen und wir haben die Pflicht, den Schüler kennenzulernen und jede persönliche Situation - soweit es möglich und adäquat ist – zu kennen. Der Lehrer muss einerseits Oboist, Lehrer, Erzieher, ja sogar Freund – um den Schüler zu unterstützen - und Psychologe – um Gründe für Problematiken herauszufinden - sein, er muss aber auch in die Rolle eines kleinen Kindes oder eines Elternteils schlüpfen können, um den Schüler zu verstehen bzw. zu fordern.
Mit diesen Rollen sollte der Lehrer sehr bedacht umgehen. Der Schüler sollte diese Rollen nicht als solche wahrnehmen, da der Lehrer in allen Situationen authentisch wirken sollte.
Werden diese Rollen unvorsichtig angewendet, kann der Schüler verwirrt werden und den Respekt vor dem Lehrer verlieren.
Es ist nun klar, dass das Ziel, dem Schüler das Lernen beizubringen, keine einfache Aufgabe ist. Dieses Ziel kann erreicht werden, indem die Lehrperson im Unterricht Aktivitäten anbietet, die einerseits Spass machen, so dass der Schüler diese auch gerne zu Hause weiter praktiziert, die andererseits auch bereits eine Möglichkeit für den Schüler beinhaltet, sich selbst zu überprüfen und kontrollieren.
Es gibt jedoch keine Standardaktivitäten, die für jeden Schüler passend sind. Vielmehr müssen die Aktivitäten dem Niveau, der Persönlichkeit und der Lerneigenschaften des Schülers angepasst werden.
Zusammenfassend stelle ich also fest:
Die primäre Zielsetzung ist die Entwicklung einer grundlegenden Kompetenz des Schülers, Fähigkeiten und/oder Fertigkeiten auf autonomem Wege entwickeln zu können.

Methodische/Didaktische Ziele:
• Freude an der Oboe.
• Sich der Bedeutung der vereinzelten Arbeit bewusst sein.
• Dem Schüler verdeutlichen, was die Ziele sind, welche individuelle Arbeit er noch zu leisten hat und welche Fortschritte er macht.
• Eine Sprache finden, die dem Schüler gemäss ist.
• Förderung der Selbstevaluation und Reflexion in Bezug auf das Lernen.
• Entwicklung von korrekten und effektiven Lerngewohnheiten.
• Förderung der Selbstevaluation und Reflexion in Bezug auf die Ergebnisse.
• Erwerb von Techniken für autonomes Arbeiten.
• Erwerb von Techniken, um ihre eigenen Methoden zur Lösung spezifischer Probleme, die während des Studiums auftreten können, zu entwickeln.
• Förderung der Selbsteinschätzung und Reflexion in Bezug auf das Verhältnis zwischen aufgewendeter Zeit und Fortschritt.

Leistungsbeurteilung:
Die Selbstevaluierung des Schülers ist genau so wichtig wie eine Selbstevaluierung des Lehrers.
Die Ziele werden gut umgesetzt, wenn folgende Fragen positiv beantwortet werden können:

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