Projekt

Things Japanese
Anika Rosen, 2017–2018

Projektart

Wissenschaftliche Untersuchung und Ausstellungskonzept

Informationen

Was mit der Beteiligung Japans an den ersten Weltausstellungen begann, setzte sich während des ganzen 20. Jahrhundert fort: Die westliche Begeisterung für Japanisches ist ungebrochen. Grosse und kleine Ausstellungen weltweit stellen (alltägliche) japanische Kulturgegenstände in unterschiedlichste museale Kontexte.
Im theoretischen Teil der Arbeit Things Japanese wird untersucht, wie das konstante Interesse am Japanischen bzw. an der japanischen Alltagskultur im Medium der Ausstellung eine Plattform bekam und bekommt. In welchem Kontext und mit welchen Objekten wurden und werden diese Ausstellungen über Japan geplant? Von welchem Japanbild zeugen sie und zu welchem Japanbild wiederum führt(e) die Rezeption dieser Ausstellungen?
Der praktischen Teil entwirft ein Ausstellungskonzept, welches Gegenstände des täglichen Gebrauchs aus Japan zeigt und aber auch einen kritischen Verhandlungsraum für die Faszination für Japan schafft. Die Vermittlung als diskursive Praxis ist elementarer Bestandteil. Die Objekte sind zugleich Gegenstände der Betrachtung und Werkzeuge, die zu (Ver-)Handlungen anregen. Das Konzept bricht die Einseitigkeit typischer Japan-Ausstellungen, wie sie im theoretischen Teil nachgezeichnet wurden, und nutzt das Potenzial der Gegenstände als Anlass zur Diskussion und zum gemeinsamen Forschen und Lernen.

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