Marena Whitcher
BA Musik, Jazz
Meine aktuellsten Projekte sind mein Septett Marena Whitcher’s Shady Midnight Orchestra (MWSMO) und mein Duo Eclecta. Mit MWSMO habe ich im April dieses Jahres mein Debutalbum herausgebracht. Dasjenige von Eclecta wird im kommenden November folgen. Mit beiden Bands bin ich den ganzen Juli auf Russland-Festivaltour, darauf freue ich mich ganz besonders!
Allgemein in der Kunst: Authentizität, Eigenwilligkeit, Hingabe, Dringlichkeit und Charisma. Dazu gehört unabdingbar auch der Mut, etwas zu wagen, über sich hinauszuwachsen, mal die Kontrolle zu verlieren, um sich selber zu überraschen und Neues zu entdecken. Man kann zwar nichts Neues erfinden, aber man kann das bereits Vorhandene auf seine ganz persönliche Art und Weise wiedergeben. Selten zählt technische Perfektion, vielmehr will man den Menschen hinter der Kunst spüren.
Etwas spezifischer in der Musik: Im Unterschied zu gewissen anderen Disziplinen entsteht Musik oftmals zwischen mehreren Menschen. Dafür ist eine qualitative Kommunikation erforderlich: Man muss stetig wach, offen, reaktionsfähig und im Moment sein. Und „swooosh“, man wird aufgefangen, mitgerissen, weitergetragen an einen Ort, wo man im stillen Kämmerlein nie hinkommen würde. „Tadaaa!“
Saturnastronautenanzugsknopfforscherin.
„Authentic Speech“. Einfach drauflosschiessen, furcht- und kompromisslos, voll und ganz sich selber sein. Das macht letztlich auch am meisten Spass!
Die Stimme ist eines der direktesten Instrumente überhaupt. Man kann sich kaum dahinter verstecken. Deshalb bedeutet das Wachsen als Sängerin und Performerin auch gleichsam das Wachsen als Person. Manchmal anstrengend, meistens super!
Künstlerisch, würde ich sagen, im Bereich Auftritt und Bühnenpräsenz.
Businesstechnisch konnte ich einige Erfahrungen darin sammeln, was es bedeutet, ein Projekt an die Öffentlichkeit zu bringen: Die erforderlichen Abläufe für eine CD-Veröffentlichung, die Zusammenarbeit mit Management, Verlag, Promotions- und Bookingagentur, den Medien, Sponsoren etc.
Uh, da gibt es einige. Salvador Dali, Dante Alighieri, Tim Burton, Franz Hohler, Albert Einstein, The Weird Girls, Philippe Halsman etc. Alle sind/waren sehr erfinderisch und verfolg(t)en ihren Weg mit Ehrlichkeit und Herzblut.
Da ich in der Kunst sehr breit interessiert bin (tanzen, schauspielern, gestalten etc.) und ich nichts davon missen will, ziehe ich meine Projekte als Gesamtwerk auf. Diesen Weg möchte ich weiterverfolgen und weiter auskosten. Einerseits steigert sich der Spassfaktor ins Exponentielle, andererseits bringt diese Arbeitsweise meistens eine Zusammenarbeit mit anderen KünstlerInnen mit sich. Es ist sehr inspirierend und eine grosse Bereicherung für das Projekt, mit Profis aus der jeweiligen Disziplin etwas zu entwickeln. Dies mag ein Filmemacher oder eine Choreographin für einen Videoclip sein, ein Dramaturg, der mir Tipps für die Liveshow gibt, oder Grafiker, die meine Ideen und Skizzen in kunstvolle Covers und Plakate verwandeln.