Mara Miccichè
MA Musik, Pop
Zur Zeit arbeite ich am Release der ersten IOKOI-LP “LIQUEFY” und den damit verbundenen Veranstaltungen. Die LP erscheint Ende September auf dem Label OUS, von welchem ich Mitbegründerin bin. Teil der Release-Events wird eine interaktive VR-Installation, eine Art virtuelle Begegnung in Echtzeit mit dem eigenen “Selbst”. Diese wird gerade in Zusammenarbeit mit der Künstlerin Maria Guta geboren. Zwei Videoclips sind auch im Entstehen und kommen mit dem Release. Sprich, “LIQUEFY” absorbiert mich gerade sehr aber nicht nur:
Mit dem Label OUS haben wir Ende Juni eine 7” von SENKING heraus gebracht und waren letzte Woche mit “ERRATIC”, einer Live-Installation von feldermelder und den SUPERMAFIA VJs, am Terraforma Festival in Mailand.
In Italien liegt auch mein zweites Standbein seit ungefähr drei Jahren, wo wir mit Freunden das Kollektiv MADAM gegründet haben. MADAM steht für “Many Atoms Develop A Mountain” und dient als Gefäss für kreative Auswürfe, ohne stilistische Grenzen zu setzen. Mission/Vision des Kollektivs ist die grenzüberschreitende Verknüpfung verschiedener Realitäten, um Schönes zu kreieren oder zu verbreiten. Diesen Juni wurde uns eine Residenz in der Toscana angeboten (VILLA LENA), wo wir 4 Tage lang “machen” durften. Dieses “Machen” wurde am letzten Tag mit einer Performance von 44 Minuten um 4 Uhr 44 beendet. Eine magische Erfahrung!
Grundsätzlich würde ich “meine” mit irgendeiner Disziplin austauschen. Denn in jedem Fall gilt für mich: Kompromisslos alles geben. Wagen, Fehler begehen, Grenzen ausloten. Qualität ist relativ und weder an Technik noch an Perfektion gebunden. Am Ehesten beschreibt sich Qualität für mich in der Dringlichkeit, mit der mich ein Projekt ohrfeigt.
Webdesign, Musik
Dem Atem. Dank meinem ehemaligen Hauptfach Gesang wurde ich durch verschiedene Lehrpersonen über verschiedenste Techniken an die Atmung herangeführt. Ein langwieriger Prozess, bei dem Disziplin in der Wiederholung sowie wiederholtes Loslassen gefordert werden. Der Nutzen geht aber weit über die Stimme hinaus, ist fachübergreifend und jeden Tag aufs Neue zu erfahren.
Im WWW.
Mein Grossvater, für seine Ruhe, seinem leistungsstarken numerischen Gedächtnis trotz hohem Alter und dem kindlichen Umgang mit dem Leben als höchster Disziplin.
Wie bereits während meines Pop-Studiums an der ZHdK, fasziniert mich noch immer der Schmelzpunkt zwischen Musik und anderen Kunstformen sowie die Infragestellung der Publikumsrolle. Aus diesem Grund bin ich sehr glücklich für einen Master an der Sandberg in Amsterdam angenommen worden zu sein. Der neue Studiengang heisst “Master of Voice” und nimmt die Stimme als Grundbaustein für die freie Entwicklung verschiedenster Projekte in allen erdenklichen Kunstformen. Momentan hab ich viele Ideen und grobe Bausteine im Kopf. Von der Form, Richtung und dem Endresultat lasse ich mich in den nächsten zwei Jahren überraschen!
Ganz konkret interessiere ich mich im musikalischen Kontext zusätzlich gerade für Modularsysteme. Ich möchte mich in der Elektronik, dem technischen Handwerk gerne weiterentwickeln. Sobald meine Finanzen es ermöglichen, werde ich mit den ersten Bausteinen beginnen.