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Jonas Ruther

MA Musik, Jazz

An welchem Projekt arbeitest du aktuell?

Seit Jahren arbeite ich in meinem Übungsraum an tranceartigen Beats: Rhythmen, welche auf verschiedenen Ebenen kontinuierlich kreisen, und einem so in ihren Bann ziehen. Aktuell werden diese dann unter anderem auf dem neuen Album meines Duos HELY zu hören sein, welches Lucca Fries (piano) und ich bald aufnehmen werden.

Was heisst für dich „Qualität“ in deiner Disziplin?

Wenn eine Resonanz zwischen mir, meinem Instrument und dem Publikum entsteht.

Was schreibst du, wenn du beim Arzt oder im Flugzeug ein Formular ausfüllen musst, unter „Beruf“?

Konsequent Musiklehrer – sonst werde ich wieder beim Zoll rausgenommen, oder sie haben Angst, dass ich die Rechnungen nicht bezahlen kann.

Von welcher in deinem Studium gelernten Lektion zehrst du bis heute?

Schlagzeugspielen ist eigentlich eine ganz einfache Sache“ – Norbert Pfammatter

In welchem Bereich hast du seit deinem Studienabschluss am meisten dazugelernt?

Im Nein sagen

Welche Persönlichkeit einer anderen Disziplin fasziniert dich?

Der deutsche Soziologe Hartmut Rosa. Sein Buch zum Thema Resonanz begleitet mich schon seit einer ganzen Weile.

In welche Richtung möchtest du dich in Zukunft vermehrt entwickeln?

Nat Su hat mich einmal das Prinzip des „push and pull“ gelehrt. Pushen meint hier etwas angestrengt zu forcieren, „pull“ heisst, mich ziehen zu lassen. Ich wünsche mir, in Zukunft immer mehr aufs Pushen verzichten zu können, alles wegzulassen, was ich nicht brauche, nicht spielen soll, nicht erreichen muss, um mich dann umso mehr von dem ziehen lassen zu können, was meist schon da ist.