Jonas Gruntz
MA Musik, Pop
Einerseits bin ich zusammen mit meiner Band und dem Projekt, welches unter meinem Pseudonym „James Gruntz“ läuft, auf Konzertreise durch die Schweiz und das nahe Ausland. Ausserdem laufen diverse Produktionen für und mit anderen Leuten parallel, teilweise fertig, teilweise bald, teilweise nie, da kontinuierliche Prozesse.
Eine musikalische Qualität zu definieren, wäre mir ein Graus. Ausserdem scheint mir wichtig festzuhalten, dass sich „meine“ Disziplin, wie wohl die der meisten, aus zahlreichen Teildisziplinen zusammensetzt. Da wäre beispielsweise die Disziplin „geregelter Arbeitsalltag“, welche ich bis heute zu meistern versuche und ihre bisher erreichte Qualität im ausgedehnten Frühstück findet.
Als ich kürzlich bei der Polizei mein Fahrrad als gestohlen melden musste, schrieb der Beamte, dem mein Name aus dem Radio bekannt zu sein schien, von sich aus „Musiker“ hin. Wenn ich selber wählen darf, setze ich aus unhaltbaren Gründen lieber „Musikant“ ein.
Irgendwo habe ich mal gelesen, dass die beste Erziehung diejenige sei, die man hinter sich lassen könne. Insofern rechne ich es meinem Studiengang an der ZHdK hoch an, dass ich mich an keine Lektion mehr erinnern kann! Die dort geschlossenen Freundschaften wirken dafür umso stärker.
Hier zu einer guten Antwort zu finden, wird durch den Umstand erschwert, dass ich mein Arbeitsleben nicht in ein Vor- und Nach-dem-Studium unterteilen kann. Beides lief parallel. Wenn ich aber etwas wählen müsste, wäre es meine je länger desto überzeugter ausgeübte Fähigkeit „Nein“ zu sagen.
Will Ferrell.
Ziel muss sein, unabhängiger und selbständiger zu werden. Ich meine damit nichts im finanziellen oder steuertechnischen Bereich, sondern sich weiter loszulösen von Normen, Bekanntem und Aufgezwungenem.