guzo, Roman Tschaeppeler
MA Design, Trends
Ich schreibe an meinem neuen Buch, das im Oktober 2014 erscheint. Es ist eine Sammlung von 65 Tests, welche man in seinem Leben durchlauft. Vom Alkoholtest zum Narzissmustest, vom Bewerbungsgespräch bis zum Demenztest. Im September begleite ich das Künstlerduo „Ohne Rolf“ nach China und mache einen kleinen Film über dieses Abenteuer.
Da ich sehr interdisziplinär und transmedial arbeite, bin ich von der inhaltlichen Qualität sehr auf meine Partner angewiesen. Ein Gradmesser ist jedoch meistens die Reduktion: Je mehr entfernt und weggelassen wird, desto besser wird das Objekt. Die formelle Projektqualität, die in künstlerischen und gestalterischen Disziplinen oft sekundär behandelt wird, finde ich auch sehr wichtig. Da geht es um Pünktlichkeit, Zuverlässigkeit, Zwischenmenschlichkeit - es sind Prozessqualitäten.
Meistens verstecke ich mich hinter der Bezeichnung „Geschäftsführer“ meines Ateliers „guzo“. Gerne mag ich die Bezeichnung „konzipiert und produziert verschiedene Inhalte für verschiedene Kanäle“. Das passt aber auf kein Formular.
Es wurde ständig auf der Ausformulierung der Forschungsfrage rumgeritten. Das kann - ist man schlecht gelaunt - nervig sein, aber in der Retrospektive vermutlich die beste Methode, um genauer, deutlicher und einfacher zu werden.
Dass ich weniger behaupte, sondern versuche, zu belegen.
Alex McDowell, der britische Szenenbildner. Wobei diese Bezeichnung zu kurz greift. Er und sein Team sind Erfinder, Zukunftsforscher, Ingenieure und Handwerker, wenn sie für Spielberg, Fincher und Konsorten ganze Welten erschaffen.
Dass ich wieder mehr behaupte als belege.