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Carolyn Kerchof

MA Design

An welchem Projekt arbeitest du aktuell?

An einem Master in Geschichte und Philosophie des Wissens an der ETH Zürich, wobei ich mich auf Designgeschichte konzentriere; am Zeitgeist, das Storytelling-Projekt in Alterszentren, das aus meiner Masterarbeit in Design geboren ist; und an einem Podcast namens Body Language, den ich monatlich beim Radio Stadtfilter in Winterthur produziere.

Was heisst für dich „Qualität“ in deiner Disziplin?

Den Willen, mit schwierigen Themen etwas anfangen zu wollen und die Beharrlichkeit, trotz eventueller Entmutigung und Unklarheit, dran zu bleiben.

Was schreibst du, wenn du beim Arzt oder im Flugzeug ein Formular ausfüllen musst, unter „Beruf“?

Diese Situation löst immer eine kleine Krise in mir aus, weil ich interdisziplinär arbeite. Am Ende schreibe ich aber Designerin, weil der Begriff am meisten zusammenfasst.

Von welcher in deinem Studium gelernten Lektion zehrst du bis heute?

Typografie mit Rudolf Barmettler: der Kurs „Elementare Typografie“ an der Berufsschule für Gestaltung, sowie der Kurs „Mengentext“. Dort habe ich einen gestalterischen Entwurfsprozess gelernt—und mich in etwas Beharrlichkeit geübt.

In welchem Bereich hast du seit deinem Studienabschluss am meisten dazugelernt?

Layout und Altenarbeit. Ich habe mich beim Zeitgeist viel mit Typografie und Layout beschäftigt, besonders hinsichtlich der Lesbarkeit für ältere Leser und Leserinnen. Ich habe eine Weiterbildung zu Demenz gemacht und mich bei einem Klub für Menschen mit einer Demenz freiwillig engagiert.

Welche Persönlichkeit einer anderen Disziplin fasziniert dich?

Sophie Calle. Sie macht ihr Leben zur Kunst, ohne Angst zu haben, unangemessen zu sein.

In welche Richtung möchtest du dich in Zukunft vermehrt entwickeln?

Obwohl Print meine erste Liebe bleiben wird: Richtung Audio! Ich werde weiterhin Inhalte und Formate kreieren, die Menschen über Generationen und andere Grenzen miteinander verbinden.