Barbara Heynen
MA Theater, Schauspiel
An ‚Stille’ eine Trilogie, einer Produktion des integrativen Kollektivs Frei_Raum. In dieser Arbeit setzen sich KünstlerInnen aus verschiedenen Disziplinen – Tanz, Theater, Text und Musik- gemeinsam mit Menschen mit einer Behinderung mit der Bedeutung von Stille auseinander.
Und an einem musikalischen Projekt, das aber noch in den Kinderschuhen steckt und nicht spruchreif ist.
Eine wichtige Qualität in der Theaterarbeit ist für mich Grenzen und Konventionen gesellschaftlicher Zusammenhänge zu erkennen, zu hinterfragen und spielerisch neue Denkräume zu schaffen. Im Probenprozess bedeutet Qualität für mich möglichst offen und auf der Suche zu bleiben und Umwege zu wagen. Im Spiel sehe ich eine grosse Qualität darin, zu versuchen, die grösstmögliche Aufmerksamkeit und Reaktionsfähigkeit für die Situation, die Gruppe, das Gegenüber bereitzustellen und eingeübten Vorgängen immer wieder neu zu begegnen.
Schauspielerin
Definitiv am meisten geprägt haben mich die kollektiven und interdisziplinären Projekte. Unser Jahrgang war sehr zahlreich und vielseitig. Über die Jahre haben wir einen Ensemblegeist entwickelt, den ich immer als anstrebenswert in Erinnerung behalten werde.
Durch das Theaterspielen und -sehen in den letzten Jahren habe ich handwerklich, insbesondere was den Umgang mit Sprache betrifft, viel von erfahrenen Kollegen lernen können. In der Arbeit mit unterschiedlichen Regisseurinnen und Regisseuren, mit sehr verschiedenen Herangehensweisen und Anliegen, habe ich gelernt präziser zu unterscheiden, was ich künstlerisch ausdrücken will und welche Inhalte und Fragen ich verhandeln möchte.
Momentan und immer wieder sind es: Sophie Hunger (Musikerin), Wolfgang Herrndorf (Schriftsteller), Dea Loher (Schriftstellerin) und Gerald Hüther (Gehirnforscher)
Ich möchte zunächst vermehrt frei arbeiten und musikalische und interdisziplinäre Projekte, sowie die inklusive Theaterarbeit mit dem Kollektiv Frei_Raum weiterentwickeln und verfolgen.