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Anja Schori

MA Fine Arts

An welchem Projekt arbeitest du aktuell?

Zurzeit arbeite ich an einer Einzelausstellung, welche anfangs November in Vevey stattfindet. Diese wird von Thomas König vom RATS Kollektiv kuratiert.
Zudem arbeite ich an einer Publikation, welche ebenfalls im Herbst unter dem neu gegründeten Verlag EfA erscheinen wird.

Was heisst für dich „Qualität“ in deiner Disziplin?

Authentizität

Was schreibst du, wenn du beim Arzt oder im Flugzeug ein Formular ausfüllen musst, unter „Beruf“?

Künstlerin/Fotografin

Von welcher in deinem Studium gelernten Lektion zehrst du bis heute?

Während einer Semiotik-Lektion war die Aufgabe, ein A4 Blatt einmal zu falten. Ich faltete es schön in der Mitte zu einem A5. Der Dozent meinte: „Schön, dass an einer Kunstschule alle das Blatt in einer anderen Weise falten als in der Mitte“. (Meines hat er nicht gesehen.) Ich schämte mich, als Einzige das Blatt „unkreativ“ gefaltet zu ha-ben. Diese Erfahrung hat mich aber gelehrt, dass das Bewusstsein, warum man et-was macht, wichtiger ist, als wie man es macht.

In welchem Bereich hast du seit deinem Studienabschluss am meisten dazugelernt?

Kunstgeschichte. An der ECAL in Lausanne war mein Französisch zu schlecht, um im Kunstgeschichteunterricht genügend mitzukommen. Während dem Master an der ZHdK wurde diese Lücke gefüllt. Heute kann ich weiter darauf aufbauen.

Welche Persönlichkeit einer anderen Disziplin fasziniert dich?

Mike Jagger. Ohne ein grosser Fan von seiner Musik und seinem Äusseren zu sein, hat mir ein Dokumentarfilm über die Rolling Stones gezeigt, was für eine unglaubli-che Ausstrahlung er hat, und was für ein begnadeter Performer er ist. Ich bewundere Musiker und Tänzer dafür, wie sie ihren Körper in ihrer Kunst einsetzen können - das fehlt mir ein bisschen in meiner künstlerischen Praxis.

In welche Richtung möchtest du dich in Zukunft vermehrt entwickeln?

In die der Malerei.