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Veranstaltung
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23.01.2019
Alexandra Prusa – «Abrazo – Tango des Überlebens»
Kosmos, Lagerstrasse 104 8004 Zürich

Ein Musiktheater von und mit Alexandra Prusa

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1935 – eine arme, junge Frau aus einem Schweizer Bergdorf emigriert nach Buenos Aires, überlebt knapp das höllische System der Zwangs-Prostitution, dem mittellose, alleinstehende Frauen aus Europa dort quasi ausnahmslos unterworfen werden, steigt zum Tango-Star auf und kehrt schlussendlich ins kriegsgeplagte Europa zurück.
Die Schweizer Schauspielerin und Medien-Künstlerin Alexandra Prusa, die 1983 mit ihrem ersten Theaterprojekt «Tango Palace» den Tango im nördlichen Europa zurück auf die Bühne und damit ins Bewusstsein brachte, fand in bündnerischen Archiven Tagebuchaufzeichnungen dieser jungen Frau.
Ganz im Zentrum dieser Geschichte in drei Akten dieser Schweizer Emigrantin, welche in Buenos Aires zur «Melenita de Oro» wurde, steht der argentinische Tango, der gespielt, getanzt und in allen vier Landessprachen der Schweiz gesungen wird, musikalisch begleitet vom
Tango-Orchester Javier Fernandez y su Orquesta- featuring Gino Zambelli Es tanzt Rafael Herbas.
Mit «Abrazo – stellt Alexandra Prusa die aktuelle Migrations-Diskussion auf den Kopf – denn die so schockierenden wie sinnreichen Erfahrungen dieser mutigen Frau aus der Schweiz machen klar, dass das, was heute Frauen aus Afrika, Rumänien und vielen anderen Ländern bei uns widerfahren kann, vor nicht einmal 100 Jahren einer Schweizerin passieren konnte.

20:00 Vorstellung ABRAZO,
21:20 After Show-Gespräch mit dem Schweizer Kunst-Historiker und Professor für Medien-Theorie Beat Wyss:


"Die Schweizer Tango-Pionierin erzählt die Geschichte eines armengenössigen Mädchens aus Sedrun, das sich in den 1930er Jahren mit Haut und Haar nach Argentinien verkaufen muss - bis ihr wahres Talent entdeckt und sie dadurch zur gefeierten Tango-Sängerin wird. Beispielhaft dafür, dass Emigration auch Chance für künstlerische Entfaltung sein kann."

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